Spannungskopfschmerzen in Verbindung mit Nackenschmerzen

So äussern sich Spannungskopfschmerzen durch Nackenverspannungen

In unserer sitzenden Gesellschaft, die oft geprägt ist von wenig Bewegung, einem hohen Stresslevel und häufigem Medienkonsum, haben Kopfschmerzen in Verbindung mit Schulter- und/oder Nackenschmerzen leichtes Spiel. Denn die einseitige Körperhaltung zum Beispiel bei der Handynutzung kann schnell zu Verspannungen im Nacken-Schulter-Bereich führen. Und diese wiederum wandert dann Richtung Kopf – schon ist der Schmerz da. Auch Stress kann zu Fehlhaltung, wie ständig hochgezogenen Schultern, und damit zu schmerzhaften Verspannungen sowie Kopfschmerzen führen. Tatsächlich wird diese Art von Kopfschmerzen in der aktuellen Diagnostikleitlinie für Kopfschmerzen (ICHD-3 Diagnostik-Leitlinie) sogar als eigene Schmerzform aufgeführt.

Verspannung weg – Kopfschmerz noch da

Je länger die durch Verspannungen im Nacken-Schulter-Bereich verursachten Spannungskopfschmerzen anhalten, desto wahrscheinlicher entwickelt sich ein sogenanntes Schmerzgedächtnis. Das bedeutet, dass die Nervenbahnen selbst dann noch Signale ans Gehirn senden, wenn die eigentliche Ursache, also die Verspannung, längst behoben ist. Die Spannungskopfschmerzen sind dann chronisch geworden.

Kopf-Nacken-Schulter-Schmerzen vorbeugen und behandeln

Um dem vorzubeugen empfehlen Experten, sich regelmäßig zu bewegen. Treiben Sie mindestens zweimal pro Woche für 45 Minuten leichten Ausdauersport. Sind die Spannungskopfschmerzen erst da, gilt es, diese möglichst schnell z. B. mithilfe von Wärme- oder Kälteanwendungen zu lösen. Das gelingt z. B., indem Sie den Nacken 15 Minuten lang mit einem Föhn bei angenehmer Temperatur wärmen. Das lockert die Muskeln und lindert so die Spannungskopfschmerzen. Auch Schmerztabletten tragen dazu bei, dass sich die Muskulatur entspannt, da sie Betroffenen ermöglichen ihre Schonhaltung zu lösen. Bei Verspannungen nehmen Betroffene meist eine Schonhaltung ein, was jedoch oftmals eine Fehlhaltung darstellt, welche die Muskelverkrampfung eher noch begünstigt.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, Muskelverspannungen im Nacken- und Schulterbereich, die durch psychische Faktoren wie Stress oder gar Angst (z. B. eine verkrampfte Körperhaltung) entstehen, vorzubeugen oder zu lösen. Denn in der Tat ist gerade der Nacken-Schulter-Bereich eine sehr stressanfällige Körperregion. Auch Belastungen zum Beispiel im Job oder psychischer Stress können sich typischerweise in diesen Muskeln niederlassen. Bei Spannungskopfschmerzen, die durch Nacken- und Schulterverspannungen hervorgerufen werden, sind daher – sowohl in der Akutphase als auch zur Prophylaxe – gezielte Muskelentspannungsübungen wie die progressive Muskelrelaxation nach Jacobson, Yoga oder meditatives Laufen hilfreich. Ein insgesamt stressfreierer Alltag lässt sich selbstverständlich nicht von heute auf morgen einrichten. Aber wer weiß, dass seine Spannungskopfschmerzen in Verbindung mit Nacken- und Schulterschmerzen stehen, kann bereits jetzt zur Lösung des Problems beitragen: das Leben schrittweise entschleunigen, bewusst Ruheinseln schaffen und so nach und nach von Stress auf Entspannung schalten.

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